Wassermarsch“ – Schmalfelder laufen für das Recht auf sauberes Trinkwasser in der dritten Welt

 

Schmalfeld, 20. Mai 2018 . Bestes Läuferwetter hat rund hundert Schmalfelder mit Kind und Kegel am Pfingstsamstag auf die Beine gebracht. Der Grund: Zu einem „Sechs Kilometer Wassermarsch“ durch die Schmalfelder Gemarkung hatten Manuela Dwinger von der Gnadenkirche und Bürgermeister Klaus Gerdes eingeladen. Dabei ging es jedoch nicht um Bestzeiten, sondern es sollte für das Recht auf sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern aufmerksam gemacht werden. „Ob gehen, joggen oder rennen, jede Fortbewegungsart per Fuß ist erlaubt“, gab Manuela Dwinger den Teilnehmern kurz vor elf Uhr beim Start- und Zielpunkt Gnadenkirche mit auf den Weg.

 

Täglich sterben weltweit über 1000 Kinder unter fünf Jahren an einer gewöhnlichen Durchfallerkrankung. Der Grund sind verunreinigte Wasserstellen. Hinzu kommen Fußmärsche bis zu sechs Kilometer, die Kinder in Entwicklungsländern zurücklegen, um an Trinkwasser zu gelangen. Gerade für Mädchen sind die weiten Wege gefährlich und oftmals verpassen sie deshalb die Schule. „Diese Zustände wollen wir nicht länger hinnehmen“, erklärt Manuela Dwinger.

 

Dass der Lauf durch die Schmalfelder Gemarkung nicht nur Spaß brachte sondern tatsächlich auch viele Teilnehmer zum Nachdenken anregte, bringt Lena Oing-Ellerlage auf den Punkt. Sie war mit Freundin Laura und Hund Pit unterwegs: „Wie gut es uns doch geht. Wir haben sauberes Trinkwasser im Überfluss und müssen nicht unsere Kinder bei 40 Grad zu Wasserstellen schicken.“ Deshalb wurde nach den sechs Kilometern beim Zieleinlauf zu Spenden für die kirchliche Hilfsorganisation World Vision aufgerufen. Sie unterstützt weltweite Brunnenprojekte. Und Bürgermeister Klaus Gerdes konnte später verkünden: „Alle Mühe hat sich gelohnt, wir haben 1.136 Euro an Spenden eingenommen.“

 

Doch auch für die Dorfgemeinschaft wurde von den Teilnehmern eine positive Bilanz gezogen. „Die sechs Kilometer vergingen wie im Flug“, freute sich Rita Fahsel. Sie gehörte zur Gruppe der „Geher“, hatte Freude an der Bewegung und lernte auf diese Weise auch noch neue Dorfbewohner kennen. Insgesamt reichte die Alterspanne unter den Teilnehmern von 7 bis 77 Jahren. Nach dem Lauf wurde sich bei Schmalfelder Wasser und Bratwürsten gestärkt, dazu hielt man den obligatorischen „Klönschnack“. „Vielleicht werden wir schon nächstes Jahr wieder einen Spendenlauf starten“, sagt Organisatorin Manuela Dwinger. Mit ihren elf Helferinnen und Helfern ist sie über das Ergebnis des Tages sehr zufrieden.